zurück

30. Saison 1999/2000

Radau auf der Geburtstagsfeier SATOWIAs

ist angesagt: 30 Jahre SKV – 30 Jahre viel Radau.

Pünktlich am 11.11 um 11.11 Uhr überreichte der Bürgermeister Axel Matrisch als Zeichen der Machtübergabe den Schlüssel an den Präsidenten des SKV Erhardt Liehr. Nach dem kurzen Programm vom Kinder- und Jugendkarneval verputzten die Kinder im Nu die von der Bäckerei & Konditorei August Hünemörder aus Warnkenhagen gesponserte Geburtstagstorte. Zum Auftakt der Jubiläumssaison wurde am Sonnabend dem 13.11. ein anderthalbstündiges Karnevalsprogramm mit Ausschnitten aus den letzten 10 Jahren zusammengestellt. Über 300 Vereinsmitglieder und Gäste kamen in den Räumen des Autohauses Nord dabei auf ihre Kosten. Es gab auch einen Programmausschnitt als besonderen Höhepunkt, der viel weiter zurückliegt: Die damaligen Mitglieder des Männerballetts tanzten noch einmal »Schwanensee«. In bewährter Weise begleiteten die Rostocker Blasmusikanten musikalisch das Programm. Eine gelungene Überraschung bildete der Tanz der Mitwirkenden des Jugendkarnevals, die mit einer von Kerzen hell erleuchteten Riesen-Geburtstagstorte gratulierten. Auch das diesjährige Prinzenpaar präsentierte sich dem närrischen Volk. Zu den Klängen der Disko von Lutz Henzel wurde noch bis in die Morgenstunden getanzt.

  • Die Narrenschar des Satower Karneval-Vereins SATOWIA e.V. am Ende der zünftigen Geburtstagsfeier  » Click to zoom ->

    Die Narrenschar des Satower Karneval-Vereins SATOWIA e.V. am Ende der zünftigen Geburtstagsfeier

  • Der Männerchor und die Frauentanzgruppe  » Click to zoom ->

    Der Männerchor und die Frauentanzgruppe

  • Das Jubiläumsprinzenpaar: Sylvia und Siegfried Reimers  » Click to zoom ->

    Das Jubiläumsprinzenpaar: Sylvia und Siegfried Reimers

Aus Anlass der Jubiläumssaison fand am Donnerstag vor dem Karneval in der Halle am See ein Vereinsabend statt, zu dem alle Vereinsmitglieder eingeladen waren. Es erschienen auch viele der ehemaligen Mitwirkenden zu diesem fröhlichen und zwanglosen Beisammensein. Ebenso waren die Ehrenmitglieder Klaus Hagemann und Dietrich Richter anwesend. Peter Weide hatte ein Video mit Höhepunkten aus den bisherigen Veranstaltungen zusammengestellt, das an diesem Abend vorgeführt wurde. Es konnte auch getanzt werden. Es war ein gelungener Abend, um die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren zu lassen.

30 Jahre erfolgreiches Wirken des Satower Karnevalvereins sind wirklich Anlass für eine Riesengeburtstagsparty mit ausgelassener Stimmung, Rückblicken auf die Anfänge und vergangene Erfolge und auf die Feierlichkeiten. Und in diesem Sinne sind auch die Eröffnungsworte des Präsidenten:

» ...30 Jahre Karneval,
30 Jahre noch ein Mal.
Mit 60 geht's dann in die Rente?
Das ist die größte Zeitungsente!
Die Jahre kommen und sie gehen.
SATOWIA, das bleibt bestehen.
Mit viel Verstand und mit viel Herz
erfreu'n wir Euch mit Spaß und Scherz.
30 Jahre stark und froh,
der SKV macht weiter so!«

Nachdem die Klänge der traditionellen Ostseefanfare verklungen waren und dem festlichen Hereintragen der Vereinsfahne trat der Elferrat auf und der Präsident hielt die Geburtstagsrede. Die Funkengarde tanzte zu »Freikugeln«. Die Gesangssolisten gaben ein Medley aus bekannten Geburtstagsmelodien zum besten. Die drei Redner Erhardt Liehr, Uwe Käker und Andreas Radde erinnerten an die bisherigen Präsidenten des SKV: Dr. Arnold alias Andreas Radde entstieg als Baby noch einmal seinem Kinderwagen. Uwe Käker zeigte sich ganz als Klaus Hagemann, eben als wahrer »Ballermann«. Erhardt Liehr erinnerte an seinen Einstand beim SKV als Fußballer im Satower-Apfelsaft-Trikot. Vier Tanzpaare begeisterten die Narrenschar mit akrobatischen Einlagen, wobei der Flick-Flak als Höhepunkt erst während der Generalprobe eingebaut wurde, als der Tänzer mehr aus Jux diese Übung einfach mal probierte.

Der Männerchor begeisterte alle mit dem Hit »Fiesta Mexicana«. Auch die Teletubbies mit der Riesen-Geburtstagstorte waren herzlich willkommen. Ein Höhepunkt ist der Auftritt des Prinzenpaares, zum letzten Mal angekündigt von Dr. Erwin Kischel – nach 15 Jahren wieder ein Ehepaar: Seine Tollität Prinz Siegfried I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Sylvia III. Zum 6. und letzten Auftritt des Prinzen ließ es sich seine Ehefrau nicht nehmen, an seiner Seite zu stehen, was sie in ihrer kurzen Rede auch zum Ausdruck brachten. Walter Pape singt zum letzten Mal auf dem Satower Karneval »Ein Glück, dass ich ein Satower bin«.

Tanzgruppe und Funkengarde erfreuen mit ihren Darbietungen, ebenso die Frauentanzgruppe mit dem Ri-ge-ding-dong-song. Die Satower Dorfmusikanten verbreiten Stimmung mit »He Papa, pass auf die Mama auf«. Der Männerchor lädt zum Schunkeln ein und dann entblättert das Männerballett nach dem »Blumenwalzer« einen bunten Blumenstrauß. Dann kommt schon das festliche Finale und Sylvia Derer und Martina Lettow singen in sehr bewegender Weise »He, he, der Karneval am See macht die Menschen glücklich und die Sorgen sind passé«. Nach dem »Karneval in Satow« der »Rostocker Blasmusikanten« ist die fast zweistündige Geburtstagsparty auch schon vorbei und die Gruppe »NEW PART« sowie DJ Lutz spielen zum Tanz. Für das leibliche Wohl sorgen in bewährter Weise wie seit einigen Jahren schon Oto Reichl von der Gaststätte »Zur guten Laune« und seine Mitarbeiter.

Zur Jubiläumsveranstaltung waren auch die drei Ehrenmitglieder Klaus Hagemann, Josef Hickl und Dietrich Richter zu Gast. Dr. Arnold sandte eine Grußadresse. Persönlich konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein.

Auch dieses Jubiläum bedeutete wieder Abschied für einige Mitwirkende. Die Veranstaltung am Sonnabend wurde dazu genutzt, ihnen für ihre langjährige aktive Teilnahme zu danken. Dr. Erwin Kischel eröffnete zum letzten Mal einen Karneval und kündigte das Prinzenpaar an. Peter Bigge, Wolfgang Freund und Walter Pape verabschiedeten sich aus dem Männerchor.

Zum Gala-Abend trat in diesem Jahr wieder ein Schirmherr auf, nachdem es in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten gegeben hatte, jemanden zu finden. Der Leiter des Rostocker Kabaretts ROHRstock begeisterte mit seinen spritzigen Worten. Das neue Motto wurde diesmal nicht verkündet, denn es soll vermieden werden, dass es möglicherweise noch einmal abgeändert wird, wie es im vergangenen Jahr passierte. Als Ehrengast war auch der Landrat Thomas Leuchert anwesend.