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21. Saison 1990/1991

Die bisher schwerste Zeit für den Satower Karneval-Verein war zu überstehen. Nach dem vergangenen Karneval kostete es viel Mühe, den Verein zusammen zu halten. Die politischen Veränderungen in der Welt und im Land und die damit einherziehende wirtschaftliche Unsicherheit und Arbeitslosigkeit verlangten von allen neue Orientierungen, die auch vor dem SKV nicht halt machten. Insbesondere wurde es zur Überlebensfrage, Sponsoren zu finden, die bereit waren, Geld bzw. auch andere Leistungen für das Kulturereignis Satower Karneval bereitzustellen. Es ist in dieser Beziehung insbesondere dem damaligen Mitglied im Männerchor Eckard Pacholik in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des Autohauses Nord zu verdanken, dass diese Hürde bewältigt werden konnte. Auch die in Satow ansässig gewordene Getränkefachhandelsgesellschaft QUANDT-SCHÖN unterstützte den Verein.

Unmittelbar vor dem Karneval war der Golfkrieg ausgebrochen. Der Bund Deutscher Karneval e.V. hatte aus diesem Grund Trauer angesagt und empfahl, Karnevalsveranstaltungen nicht durchzuführen. Der Karneval-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern hatte darauf orientiert, dass darüber jeder Verein für sich entscheiden sollte, was zum Ausfall vieler Karnevalsveranstaltungen führte. Helmut Krüger hatte an dieser Beratung in Schwerin teilgenommen. In Satow lautete der Beschluss nach einer Krisensitzung des Elferrates: »Wir machen weiter.«
Im Kreis Bad Doberan war nur der Faschingsklub Kühlungsborn der Empfehlung gefolgt und hatte keinen Karneval veranstaltet.

Und so hieß es dann:

Radau in den Bergen SATOWIAs

mit Prinz Detlef I. und Prinzessin Ines I. Es erschien auch wieder ein Druckerzeugnis – eine von Wolfgang Stockmann entworfene Wanderkarte für Satow, auf der erstmals Sponsoren aufgeführt waren.

  • Die Funkengarde vor der Berghütte  » Click to zoom ->

    Die Funkengarde vor der Berghütte

  • Die Mitglieder des Männerballetts  » Click to zoom ->

    Die Mitglieder des Männerballetts

  • Gisa Wolter und Walter Pape  » Click to zoom ->

    Gisa Wolter und Walter Pape

Auffallend bei diesem Karneval war die Leere in der Halle, sie entsprach völlig der allgemeinen Stimmung. Insbesondere die Rentner hatten sich rar gemacht. Auch die Veranstaltung am Freitag war recht schwach besucht. Der Entscheid weiterzumachen erwies sich als richtig. Nach dieser schweren Saison hätten ansonsten Kraft und Ausdauer gefehlt, im folgenden Jahr wieder etwas in gewohnter Qualität auf die Beine zu stellen. Andere Vereine im Land, die nach den Empfehlungen handelten, mussten sich aus diesen Gründen auflösen.

Die geringe Teilnahme setzte sich fort beim 1. Landespräsidententreffen im KLMV am Aschermittwoch in Schwerin, an dem Jutta Dürre und Erhardt Liehr teilgenommen hatten. Auch die Qualität der Gastbeiträge war recht dürftig. Wichtig jedoch aus Satower Sicht, dass dem SKV die Ausrichtung des 2. Landespräsidententreffens im KLMV zugesprochen wurde.